Erfahrungsbericht von Familie c. aus Bremen (07/2020)

 

"Am Anfang standen eigentlich erstmal nur Absagen, doch dann wurde es der großartigste Urlaub, den wir bislang als Familie verbracht haben!
Aber der Reihe nach: Geplant (seit über 2 Jahren) war, dass wir – Jan, Uta, Jannes, Alma und Rika- im Sommer 2020 unseren Traum eines Campingurlaubes an der Ostküste Australiens verwirklichen und Freunde besuchen. Aber dann kam ein kleiner Virus daher und hat uns, wie auch vielen anderen, einen Strich durch die Rechnung gemacht –allerdings erst ziemlich kurz bevor die Reise losgehen sollte.

Jan, in seiner Jugend begeisterter Camper, dann aber sehr bequem geworden, hatte in den letzten Jahren immer wieder die fixe Idee, mal ein Dachzelt auszuprobieren. Nach zwei Mails und einem netten Telefonat hatten wir also plötzlich ein Dachzelt reserviert, weil wir aber reserviert wirkten, war uns ein vorheriges Probeliegen angeboten worden. Am Abend vor diesem waren wir bei Freunden zu Essen eingeladen, die jedes Jahr mehrere Wochen mit ihren 3 (gleichaltrigen) Kinder an der Nordsee zelten. Diese hatten uns eigentlich schon überzeugt, dass einer Reise mit 5 Personen und nur 1 Dachzelt eine ganz blöde Idee ist. Nur, weil wir sowieso nach Hamburg wollten, sind wir, da es quasi auf dem Weg lag, doch zu dem Probeliegetermin gefahren –mit dem festen Vorsatz abzusagen! Im Auto herrschte aus vielerlei Gründen extrem schlechte Stimmung. Diese war nach nicht mal 5 Minuten, nachdem wir bei Canada Gear (Dachzeltsurfing) aus dem Auto gestiegen sind, wie verflogen. Da wir eh da waren, haben wir das Probeliegen zum Glück wahrgenommen und sind in das für uns vorgesehen Dachzelt alle zusammen reingeklettert und haben uns hingelegt und sofort verliebt! Die Ratschläge der Freunde haben wir alle über Board geworfen, den Vertrag festgemacht und uns noch beraten lassen, was wir unbedingt für den Trip brauchen würden. Da war so einiges, an das wir nicht gedacht hätten. Aber es gab auch sehr wertvolle Ratschläge für die Durchführung der Reise. Das geniale ist, dass man nicht nur auf Zeltplätzen stehen kann, sondern auch auf Stellplätzen, die eigentlich nur für Wohnmobile vorgesehen sind. Maximale Freiheit...

 

 

Knappe 8 Wochen später haben wir das Dachzelt abgeholt und eine perfekte Schulung in die Benutzung (Auf- und Abbau, worauf ist zu achten etc.) erhalten und durften erst vom Hof, als allen klar war, dass wir keine Probleme haben werden. Wobei wir selten ein so leicht auf- und abzubauendes Zelt benutzt haben.

3 Tage später ging es los. Geplant war eine Reise durch Deutschland gegen den Uhrzeigersinn. Aber an der Zugspitze sind wir dann falsch abgebogen und in Frankreich gelandet...Wetterbedingt hatten wir auf dem Weg zum Bodensee einen Abstecher nach Straßburg gemacht, uns erneut verliebt, so dass wir dahin zurückgefahren sind und dann im Uhrzeigersinn durch Frankreich nach Paris. Da eigentlich ja Australien geplant gewesen war, hatten wir zum Glück sehr viel Zeit!

 

 

 

Schlafen tut man ja fast im Himmel- der Blick durch die Dachfenster ist ein Traum (ob in die Äste von Bäumen unter denen wir standen, oder direkt in den Sternenhimmel!)! Und platztechnisch hatten wir keine Probleme, weder im Liegen (Schlafen) noch als mal schlechtes Wetter war. Dann wurde oben gespielt, während unten (unter dem Überstand) gesessen und zum Beispiel gelesen wurde. In dem Mietangebot war auch das Vorzelt

enthalten. Da war Jan aber immer zu faul zum Aufbauen und das Wetter auch viel zu schön, so dass wir es nur einmal genutzt haben.
Die Bilder sprechen vielleicht für sich und um es kurz zu machen, die nächste Reise ist geplant! Vielleicht wird es ja jetzt die geplante Deutschlandreise..."